Medienkompetenz

Ziel medienpädagogischen Handelns: Medienkompetenz

Die pädagogische Befassung mit Medien ist im Hinblick auf die Omnipräsenz von Medien in der Gesellschaft zentral. Leitgedanke aller Bildungsprozesse ist dabei die Förderung von Medienkompetenz, die konzeptuell in die Theorie der kommunikativen Kompetenz eingebettet ist.  Diese geht davon aus, dass Kommunikation die Grundlage dafür ist, ein aktives Mitglied der Gesellschaft zu sein und das Miteinander auch  mitgestalten zu können. Kommunikation bezieht sich dabei auf die Interaktion mit anderen und den Austausch von Gedanken und Meinungen. Da Medien eine zentrale Rolle in der Kommunikation spielen, ist deren souveräner Gebrauch gleichzeitig also die Grundlage für eine gelingende Partizipation. Dabei geht es um die Inhalte und Ausdrucksformen, nicht um die eingesetzten Techniken.

Medienkompetenz wird heute oft als Schlüsselkompetenz bezeichnet. Die dazugehörigen Zieldimensionen  werden in folgender Grafik veranschaulicht:

Medienkompetenz

Im Zentrum des Schemas steht das Orientieren und Positionieren, das Leitziel jeder pädagogischen Aktivität. Gerade im Hinblick auf Medien und deren gesellschaftliche Relevanz geht es darum, Menschen zu befähigen kompetent und selbstbestimmt mit Medien zu handeln. Dieser Prozess ist sowohl auf ihre individuellen Bedürfnisse  bezogen (Orientieren), als auch auf Fragen der Gruppe bzw. Gesellschaft (Positionieren). Grundlagen dafür bilden das Wissen über Medien, das Reflektieren des individuellen und gesellschaftlichen Medienhandelns und das selbstständige Handeln mit Medien.